Weit verbreitet im Schwarzwald und wohl bekannt und geschätzt bilden die Pflanzen und Beeren eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiergruppen: Singvögel, Säugetiere und Insekten bedienen sich am reichhaltigen Angebot dieser Nahrungsquelle. Das Auerhuhn ernährt sich während des Sommers zum überwiegenden Teil von Heidelbeeren.
Botanisch gehört die Heidelbeere zur Familie der Heidekrautgewächse. Die Kleinsträucher können bis zu 30 Jahre alt werden. Bis ein junger Strauch des erste Mal Früchte trägt dauert es manchmal 10 Jahre! Um auf den sauren, nährstoffarmen Waldböden des Schwarzwaldes überleben zu können lebt der Strauch in Symbiose mit Pilzen (Mykhorriza). Die feinen Pilzfäden umschließen die Wurzeln des Heidelbeerstrauches und vergrößern somit die Oberfläche für Wasser- und Nährstoffaufnahme. Dafür bekommt der Pilz von der Pflanze Stärke und Zucker, die bei der Photosynthese entstehen, eine Win-Win-Situation für beide Seiten also.
Wer mehr über die Heidelbeeren im Schwarzwald erfahren möchte ist im „Heidelbeerdorf“ Enzklösterle an der richtigen Adresse. Hier gibt es den Heidelbeerweg, der rund um Enzklösterle führt. Entlang des Weges informieren zahlreiche Info-Tafeln über die kleinen Früchtchen. Heidelbeer-Produkte kann man vor Ort erwerben und entlang des Weges gibt es viele Möglichkeiten, sich eine Handvoll Heidelbeeren zu pflücken und zu genießen. Das Highlight des ca. 12 km langen Rundwanderweges ist sicherlich die Aussichtsplattform mit fantastischen Blick auf Enzklösterle.
Hier der Link: Heidelbeerweg Enzklösterle
Ein Besuch lohnt sich!
Ulrike Becker
